Familie, Sexualität

Mein Sohn möchte Sex mit mir haben – ist das normal?

Der 10jährige Sohn von Tina-Marie möchte Sex mit ihr haben – diese Gedanken belasten ihn sehr. Sie fragt Max, wie Sie darauf reagieren soll.

Wenn es einem Kind nicht gut geht, können sich Eltern bei verschiedenen Anlaufstellen Hilfe suchen.

Hallo Max,

mein Sohn ist 10 Jahre alt und hat in letzter Zeit die Gedanken geäußert, dass er sich Sex mit mir vorstellt.

Diese Gedanken belasten ihn sehr. Er weint dann sehr viel und hat auch schon mehrmals geäußert, dass er nicht mehr leben möchte. Ich bin sehr unsicher, wie ich damit umgehen soll und ob dieses Verhalten bzw. diese Phantasie in diesem Alter normal ist.

Viele Grüße,

Tina-Marie

Hallo Tina-Marie,

vielen Dank für Deine Nachricht!

Es scheint mir, als ob Du ein richtiges Gespür für Deinen Sohn hast, wenn Du Dich fragst, ob dieses Verhalten altersangemessen ist. Du nimmst sein Verhalten ernst und merkst, dass es ihm damit nicht gut geht. Und so wie ich das aus der Ferne beurteilen kann, hört sich das von Dir geschilderte Verhalten auch auffällig an. Einerseits ist es ungewöhnlich, dass ein Kind Sex mit seiner Mutter will. Andererseits – und das ist der für mich noch wichtigere Punkt – äußert er auch Suizidgedanken, wenn er sagt, dass er nicht mehr leben möchte.

Wenn ein Kind psychische Auffälligkeiten zeigt, finden Eltern schnell Unterstützung bei Beratungsstellen.

Ich rate Dir also, Dir Hilfe zu suchen, denn die Situation scheint Deinen Sohn sehr zu belasten. Daher ist es wichtig, dass Du als Erwachsene nun die richtigen Konsequenzen ziehst und Dir Unterstützung für Dich und Deinen Sohn suchst.

Hier sehe ich zwei Möglichkeiten: Die eine ist, dass Du eine Erziehungs- oder Familienberatungsstelle aufsuchst und Dich dort beraten lässt. Der Vorteil ist, dass man in solchen Beratungsstellen oft schnell einen Termin bekommt und kostenlos kompetente Hilfe bekommt.

Auch ein Kinder- und Jugendpsychiater oder ein Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeut kann weiter helfen.

Eine zweite Möglichkeit wäre, einen Termin bei einem Kinder- und Jugendpsychiater oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut zu vereinbaren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Der Nachteil hier ist, dass man häufig lange auf einen Termin warten muss. Doch auch hier bekommst Du kostenlos kompetente Hilfe von Menschen, die für solche Probleme ausgebildet sind. Natürlich kann es auch sein, dass sich die Situation bei näherem Hinschauen als weniger auffällig entpuppt, als sie mir aus der Ferne – ich kenne Euch ja nicht persönlich – scheint. Dann hast Du die Situation aber abgeklärt und Sicherheit darüber, was Du tun sollst.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen und wünsche Dir und Deinem Sohn alles Gute für die nächsten Schritte!

Viele Grüße,

Max

Wichtiger Hinweis: Die auf www.Hallo-Max.de verfügbaren Artikel wurden zu rein informativen Zwecken online gestellt. Sie ersetzen keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung, Behandlung oder Untersuchung durch einen Fachmann. Beachtet bitte hierzu auch den Haftungsausschluss bei medizinischen Themen, bei psychologischen Themen oder rechtlichen Themen.

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