Liebe

Großer Schock: Mein Mann in Frauenkleidung.

Es fing mit einem Frauenohrring an – und dem Verdacht, dass Mariannes Mann eine Affäre hat. Doch dann findet Marianne heraus, dass ihr Mann in Frauenkleidung unterwegs ist. Was das für Ihre Ehe bedeutet, lest Ihr hier.

Frauenkleidung, die auch Männer tragen können.
Frauenkleidung im Schaufenster – aber auch manche Männer sind daran interessiert.


Hallo Max,

ich heiße Marianne, bin mittlerweile schon 55 Jahre alt (wie schnell die Zeit vergeht) und lebe mein Leben eigentlich so ganz glücklich mit meinem Mann. Wir haben ein Häuschen im Grünen am Rande eines kleinen Dorfes in Schleswig-Holstein, leben dort schon seit 24 Jahren sehr glücklich. Ich habe zwei Enkelkinder, mit denen ich gerne viel unternehme, die aber leider in Süddeutschland leben und daher sehe ich sie nicht so oft. 

Zuerst ein Ohrring, dann der Gedanke: Hat der eigene Ehemann eine Affäre?


Mein Anliegen ist mir so fremd, dass ich gar nicht weiß, wie ich es am besten beschreiben soll. Mir fiel vor ungefähr zwei Jahren einmal beim Waschen der Wäsche von meinem Mann auf, dass ein Hemd nach Frauenparfüm gerochen hat. Ich habe mir weiter nichts dabei gedacht, denn die Geschäftsführerin von seinem Betrieb trägt immer sehr viel Parfüm. Ich hatte den Vorfall schon fast wieder vergessen, als ich ungefähr 8 Monate später einen Ansteckohrring für Frauen in seiner Sockenschublade gefunden habe. Daraufhin wurde es mir zu bunt, und ich habe ihn darauf angesprochen.

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Mein Mann hat ganz überrascht reagiert und hat mir glaubhaft versichert, er habe keine Ahnung, wie die dahin kämen würden. Ich selber trage keine Ohrringe und es hat mich schier verrückt gemacht, aber ich habe ihm geglaubt und auch irgendwann aufgehört, Erklärungen zu suchen. 

Aber es hat sich langsam ein Misstrauen eingeschlichen. Ich habe angefangen, genauer darauf zu achten, wie lange er abends fehlt, und auch seine Wochenendaufenthalte in Hamburg, wo er regelmäßig einen alten Schulfreund trifft habe ich nicht mehr so locker gesehen wie davor. Ich habe mich immer öfter bei dem Gedanken daran ertappt, dass er vielleicht eine heimliche Affäre hat.

Zu einem Mann in Frauenkleidung gehören häufig auch Ohrringe.
Ein gefundener Frauenohrring kann in einer Beziehung schnell zu Misstrauen führen.

Aber was kann ich schon machen, einen Privatdetektiv einzuschalten war mir zu teuer, und ihn selber zu beschatten, dafür war ich mir zu gut. Ich hatte einfach keine Lust, mich für ihn eventuell zum Clown zu machen. Das haben mir auch meine Freundinnen geraten. Nach fast dreißig Jahren Ehe entwickelt man dann doch eine bestimmte Gelassenheit (obwohl ich mir natürlich weiter Gedanken gemacht habe).

Dann der Schock: Der eigene Mann in Frauenkleidung.


Vor zwei Monaten habe ich dann endlich die Erklärung für meine Funde gefunden! Als ich im Keller ausgemistet habe, bin ich auf eine ganze Kiste mit Frauenkleidung gestoßen. EINE GANZE KISTE VOLL. Zuerst habe ich mich natürlich gefragt, woher die kommt, bis ich genau den gleichen Ohrring, den ich vor geraumer Zeit in seiner Sockenschublade gefunden hatte gesehen habe.

Auch ein Frauenparfüm war dabei, aber ich kann nicht mehr mit Sicherheit sagen, dass es das Parfüm war, das ich einmal an seinem Hemd gerochen habe. Es waren aber auch Fotos dabei, auf denen er mit zwei jungen Typen im Arm zu sehen war. Er war dabei in Frauenkleidern angezogen! Auf der Rückseite von einem dieser Fotos stand „Für Deborah. Dein Jens“.

Und plötzlich macht alles Sinn.


Ich war so schockiert, ich hab erstmal die Kiste wieder zugemacht, ganz weit nach hinten geschoben, und bin hochgerannt und einkaufen gegangen. Ich wollte und konnte einfach nicht glauben, dass mein Mann ein Doppelleben in Frauenkleidung führt. Im Nachhinein macht aber alles so viel Sinn! Ich habe nie verstanden, warum er sich immer so auf die Wochenenden in Hamburg freut, vor allem weil er diesen alten Freund eigentlich nie so richtig gerne mochte. Aber wenn er aus Hamburg zurück kam war er erholt wie aus dem Urlaub, so voller guter Laune. Ich bin mittlerweile sicher, dass er dieses Doppelleben seit mindestens fünf Jahren führt.

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In den Wochen nach meiner Entdeckung habe ich mir immer gesagt, dass ich doch froh sein könne, dass keine andere Frau dahinter steckt. Aber ich habe immer mehr gemerkt, dass mich die Situation sehr belastet. Ich kann nicht verstehen, was seine Gründe sind. Ist er Transsexuell? Wird er sich von mir trennen wollen? Liebt er Männer oder Frauen? Muss ich Angst haben vor Krankheiten?

Wie soll es weitergehen, wenn der eigene Mann in Frauenkleidung unterwegs ist?


Ich frage mich, wie ich mit meinem Mann umgehen soll. Vielleicht sollte ich mit ihm über alles reden, aber ich weiß nicht, ob ich das will. Ich habe Angst, dass er sich von mir trennt, wenn ich ihn mit seinem Doppelleben konfrontiert. Er ist bei so etwas oft unberechenbar. Was ist, wenn er mit mir in Frauenkleidern Sex haben will?

Ich habe niemanden, mit dem ich darüber reden kann. Denn wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst machen Geschichten hier in unserem kleinen Dorf schnell die Runde. Ich könnte es nicht ertragen, wenn das Doppelleben meines Mannes zum Gespräch der Leute werden würde.

Es würde mich sehr freuen, wenn Du mir helfen könntest!

Viele Grüße,

Deine Marianne

Liebe Marianne,

ich kann mir vorstellen, dass die ganze Geschichte – genauso wie Du sagst – für Dich so fremd und so schwer zu begreifen ist, dass Du gerade gar nicht weißt, wie Du mit der Situation umgehen sollst. Dein Mann auf einem Foto in Frauenkleidern, mit jungen Männern, die ihn „Deborah“ nennen. Das ist natürlich auf den ersten Blick ein Schock. Und wahrscheinlich auch auf den zweiten Blick.

Da führt der Mann, mit dem Du seit 24 Jahren verheiratet bist, augenscheinlich ein Doppelleben. Umso schwieriger ist es, dass Du mit der Situation alleine bist, da Du Dich aus Angst vor der Blamage mit niemandem austauschen kannst. Auch das kann ich gut verstehen.

Viele Fragen – aber es gibt nur einen, der die Antworten weiß: Der Ehemann.


Zuerst einmal kann ich mir gut vorstellen, dass diese Ungewissheit, dieses Unausgesprochene, das zwischen Euch hängt für Dich sehr belastend ist. Du hast viele Fragen, und möchtest diese beantwortet wissen. Bei einer Konfrontation fürchtest Du aber die Trennung.

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Deine Fragen kann Dir im Grunde genommen nur Dein Mann selber beantworten. Bis es aber dazu kommt, will ich kurz versuchen, sie zu kommentieren. Ob er transsexuell ist, das weiß im Grunde genommen nur er, genauso wie die Antwort auf die Frage, ob er Männer oder Frauen liebt. Da er als Mann in Frauenkleidung unterwegst ist, kann man allerdings vermuten, dass er ein Transvestit bzw. ein Crossdresser ist. Und es gibt hetero- sowie homosexuelle Transvestiten und Crossdresser.

Ein Foto, viele Sorgen.


Ob Du Angst vor Krankheiten haben musst, kann ich Dir leider auch nicht beantworten. Ja, Dein Mann trägt am Wochenende zwar gerne Frauenkleider. Und viele Menschen assoziieren das gleich mit dem Rotlichtmillieu. Aber das ist nicht notwendigerweise der Fall. Und es heißt vor allem nicht, dass er deswegen für Dich ein größeres Risiko birgt, irgendwelche Geschlechtskrankheiten in sich zu tragen. Ich verstehe aber, dass dieses Foto, auf dem er mit fremden Männern – mit großem Altersunterschied – abgebildet ist, Dir Anlass zur Sorge gibt, dass er neben Dir sexuelle Beziehungen mit anderen Menschen eingeht.

Nun sehe ich zwei Möglichkeiten, wie Du Dich verhalten kannst:

Du hast die Möglichkeit, Deinen Mann nicht mit seinem Doppelleben zu konfrontieren, und Euer Leben so weiterzuleben wie davor. Damit würdest Du die Möglichkeit umgehen, dass er sich deswegen von Dir trennt. Und mit einer solchen Situation wärst Du nicht die erste Ehefrau, die sich für solch eine Lösung entscheidet. Der Nachteil aber ist, dass dieses Geheimnis möglicherweise einen Keil zwischen Euch treibt, da etwas Unausgesprochenes zwischen Euch liegt. Außerdem müsstest Du sein Doppelleben akzeptieren – und das ist oft nicht leicht.

Die zweite Option: eine Aussprache.


Oder aber Du entscheidest Dich dazu, Deinen Mann mit Deinen Entdeckungen zu konfrontieren. Dabei könntest Du Dir alle Deine Fragen beantworten lassen. Solch eine Aussprache könnte Dir dabei helfen, Dich von Deinen (Horror-)Phantasien wie zum Beispiel seinem möglichen Wunsch nach Sex in Frauenkleidern zu verabschieden. Oft ist es das Unbekannte, das Angst macht.

Ist etwas angesprochen und wird diskutiert, wird es oft viel harmloser. Lass Dir von Deinem Mann seine Beweggründe erklären und vielleicht wirst Du sie sogar verstehen können und lernen können, damit zu leben. Eine ähnliche Mail habe ich übrigens von Toni beantwortet, der als Mann gerne Damenunterwäsche trägt. Natürlich besteht aber auch die Möglichkeit, dass Du nach einer Aussprache merkst, dass Du mit seiner Neigung nicht leben kannst und die Beziehung beendest.

Möglich ist natürlich auch, dass er sich ändert. Dass er ganz auf seine Leidenschaft verzichtet ist vielleicht nicht möglich – aber vielleicht könnt Ihr Euch ja auf einen gemeinsamen Rahmen einigen, der für beide okay ist. Und so gemeinsam Eure Beziehung retten. Zum Beispiel, dass er an einem Tag in der Woche zu Hause einen Abend für sich haben kann, den er in Frauenkleidung verbringt – und Du diesen Abend mit Freundinnen verbringst. Wer weiß…

Ohrringe sind wichtig, damit ein Mann in Frauenkleidung auch aussieht wie eine Frau.
Transvestiten genießen es, sich – mit den richtigen Acessoires – als Frauen zu verkleiden.


Wie Du Dich auch entscheidest – ich fände es wichtig, dass Du versuchst, etwas Verständnis für Deinen Mann aufzubringen. Ein Mann, der heimlich Frauenkleidung trägt ist kein Verbrecher. Es geht hier um eine Neigung, die ihn nicht als Person vollkommen neu definiert – er ist immer noch Dein Mann und die Anteile, die ihn für Dich liebenswert machen sind ja immer noch vorhanden. Er ist nicht plötzlich ein notorischer Lügner oder ein Krimineller.

Wichtig, wenn der Mann in Frauenkleidung unterwegs ist: Versuchen, die Situation des Partners zu verstehen.


Ein dörfliches Umfeld ist nicht die toleranteste Umgebung, um als Mann hin- und wieder in Frauenkleider zu schlüpfen. Versuche zu verstehen, dass es scheinbar die einzige Möglichkeit für ihn war, dieser Neigung heimlich nachzugehen. Ich glaube, dass es außerdem wichtig ist, zu betonen: In den vergleichbaren Fällen, die ich kenne ist es nicht so, dass die Frau dem Mann nicht mehr als Frau genügt. Sondern es geht um etwas ganz anderes, eine persönliche Neigung, vielleicht auch einen Fetisch, der erstmal wohl nichts mit Dir zu tun hat. Es geht um die Lust daran, als Mann in Frauenkleidung als Deborah “aufzutreten”.

Max rät: Nimm Dir Zeit.


Liebe Marianne, ich habe das Gefühl, dass die Ereignisse noch sehr frisch sind, und Du noch gar nicht weißt, was Du wirklich willst bzw. Du noch ganz durcheinander bist. Deshalb rate ich Dir: Lass Dir Zeit bei einer Entscheidung. Du hast keinen Zeitdruck. Spiele alle Optionen in Deinem Kopf durch, und fälle erst eine Entscheidung, wenn Du das Gefühl hast, bereit dafür zu sein.

Ich drücke Dich und wünsche Dir alles Gute,

Dein Max

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16 thoughts on “Großer Schock: Mein Mann in Frauenkleidung.

  1. @ Marianne,
    Nun so einfach wie sich das Max macht ist das ganze nun wieder nicht.Er sagt ohne etwas zu sagen,was aussagt das er davon nicht viel versteht.Ich selber kenne mich mit dieser Thematik sehr gut aus.Es ist eine nicht einfache Situation für eine Frau plötzlich festzustellen das der eigene Ehemann plötzlich Frauenkleidung tragen möchte oder sogar will.Ich bin der Meinung du solltest dich mit deinem mann auseinandersetzen und ihn fragen ob er sich mit dir bei einem schönen Abendessen mal diskutiren möchte.Du hättest ein Problem das er sich verändert hätte und es dir sehr wichtig wäre mehr darüber zu erfahren was ihn,(deinen Mann) bewogen hat plötzlich Frauenkleider tragen zu wollen.Oder du gehst auf eine solche Seite wo Männer Frauenkleider tragen und fragst ihn was er davon halten würde.Ob ihn das auch interessieren würde.Du kannst ihm ja sagen das es dir aufgefallen wäre das dein Mann sich dazu hingezogen fühle.Du solltest Intresse daran zeigen und das dir deine Ehe sehr wichtig ist und ihn auch wenn es so sein sollte,auch unterstützen würdest.Weil eine langjährige Ehe schweißt doch sehr zusammen.Vielleicht geht es dir dann auch besser wenn ihr offen darüber redet.Es ist vollkommen falsch nicht darüber zu reden.Es würde dich liebe Marianne zu sehr belasten weiter unwissend so zu leben.Schau,ich bin,wie ich so sage,eine TV Dame und lebe sehr gut damit.Ich lebe schon seit meiner Jugend so und fühle mich sauwohl dabei.Ich bin aber eine lesbische TV Dame die nur Frauen mag.Männer kämen überhaupt nicht in Frage für mich.Dein Mann ist keine Transsexuelle Dame sozusagen.Entscheidungen sind am Anfang immer schwehr zu überwinden.Kann ich sehr gut verstehn liebe Marianne.Wenn du mehr wissen möchtest über eine solche Lebenseinstellung könnte ich dir vielleicht weiterhelfen.Natürlich wenn du es auch möchtest.Ich möchte mich keinesfalls dir aufzwingen.Ich heiße übrigens Sylvia,schmunzel.Vielleicht hören wir ja voneinander.In diesem Sinne.

    LG Sylvia

  2. @Marianne
    Ich finde Max hat das schon sehr gut beschrieben. Ich kann da aus dem Nähkästchen plaudern, da ich mich in einer ähnlichen Situation befinde, wie Dein Mann! Um es vorweg zu nehmen: Ich trage gelegentlich gerne mal Abend-, Ball- oder Brautkleider und mache mich dafür auch dann gerne komplett als “Frau” zurecht. Dies tue ich schon seit meiner Pubertät (mit Unterbrechungen) weil es mich in erster Linie sexuell erregt. Ich bin ausschließlich heterosexuell veranlagt und Liebe meine Frau nach wie vor. Ich habe auch nicht die Absicht mit einer/meiner Frau Sex in Frauenkleidern zu haben, würde es aber auch nicht ablehnen, wenn sie es unbedingt wollte! Meiner Neigung gehe ich nur wenige Male im Jahr nach. Wenn möglich, besuche ich 1x im Jahr einen Transenclub im, mir nahegelegenen Holland, ansonsten ziehe ich noch 2-3 Mal im Jahr meine Kleider über, wenn niemand Zuhause ist. Ansonsten führe ich ein ganz normales Leben als Mann und folge meiner Leidenschaft die restliche Zeit des Jahres eigentlich nur virtuell im Internet. Ich möchte auch betonen, dass es sowohl im Transenclub, als auch im Internet, für mich niemals um irgendwelche Beziehungen zu anderen Personen, egal ob Männern oder Frauen geht. Es dient mir einfach nur dem Austausch mit Gleichgesinnten, die eben die gleiche Neigung haben, wie ich. Meine Frau hat es auch irgendwann entdeckt und mich damit konfrontiert. Leider hat Sie aber weniger Fragen gestellt, warum ich das überhaupt mache, sondern mir eigentlich hauptsächlich nur Vorwürfe gemacht. Seitdem, bzw. schon einige Jahre vorher, besteht unsere Ehe nur noch wegen der Kinder und unserem Haus. Sex und auch “Liebe” gibt es eigentlich nicht mehr, bzw. nicht wirklich. Meine Frau toleriert es zwar, in dem sie mir die Freiheit lässt auch weiterhin meiner Neigung außerhalb unserer vier Wände nachzugehen, gleichzeitig hat sich aber auch mental von mir bereits getrennt. Sie hat mich niemals vor die Wahl gestellt, die Neigung einfach bleiben zu lassen! Für mich ist meine Neigung mittlerweile eigentlich nur ein Ersatz für den fehlenden Sex mit meiner Frau. Ich würde ganz darauf verzichten, wenn meine Frau mir wieder “Liebe” geben würde. Dies ist aber leider nicht abzusehen. Wenn ich versuche das anzusprechen, beiße ich leider auf Granit! Meine Frau hat da ihre festgefahrene Meinung. So bin ich letztendlich in einem Dilemma, nämlich der Tatsache, dass ich meiner Frau beweisen möchte, dass ich auch ohne diese Neigung leben kann und der Tatsache, dass ich von meiner Frau keine “Liebe” mehr bekomme, was mich dazu bringt, meiner Neigung als “Ersatz” weiterhin nachzugehen! Was ich damit sagen will: sprecht Euch aus und zwar über Alles! Es ist meistens gar nicht so schlimm, wie es scheint und vieles ist hinterher vielleicht sogar besser als vorher! Für mich ist es jedenfalls “nur” ein Fetisch und ich bin nach wie vor zu 99,9 % weiterhin ein ganz normaler Mann!
    LG
    Marabella (als mein Fetischpseudonym)

  3. Ich war schon miz 14 Jahren in Nylons und Lackstrings unterwegs. Meine Mutter (nur 17 Jahre älter als ich) war nicht schockiert, als sie dies merkte. Nein, sie unterstützte mich. Als ich 17 war fuhren wir gemeinsam mit dem Wohnmobil in den Urlaub. Ich war damals knabenhaft schlank und konnte problemlos Damengröße 36 tragen. So staffierte meine Mutter mich auch aus. Im Urlaub war ich total Dame und geschminkt. Das fand ich toll. Mit meiner 1. Freundin war schnell Schluss, als sie von meiner Neigung erfuhr. Meine jetzige Frau
    akzeptiert meine Neigung.

  4. Wie schrecklich! Auch ich habe vor ein paar Jahren meine Freundin erwischt: Mit meinen ausgelschten Sneakers in (Männer-) Jeans und in einem meiner Lieblingshemden, das sie auch noch mit Binderfarbe bekleckert hatte. Nachdem ich meinen Schock überwunden hatte, tat ich das wohl einzig Vernünftige: Nichts

  5. Hallo , also ich trage auch sehr gerne Frauenkleidung (aber nur Kleid) statte mich komplett aus ; Pagenkopf Perücke, Brille , Make-up und Lippenstift usw., BH,, Nylonstrumpfhose , flache Sandaletten , und ein super Jersey Kleid , royalblau von Sheego knielang, 3/4 Ärmel, Stehkragen , hochgeschlossen mit langem Rückenreissverschuss Mittlerweile besitze ich 5 elegante „Kleider“ verschiedene Perücken und Schuhe usw. sehr gerne gehe ich seit Jahren fast täglich so in die Öffentlichkeit. Ich bin ein Glücklicher Transvestit. Habe alle Bin nicht schwul seit 22 Jahren verheirateteter Vater und Opa. Meine Frau toleriert meine Neigung . Auch bin ich bei Fetisch treffen und in der Szene unterwegs . Kurz und gut ,warum wird es nicht akzeptiert das es Frauenkleider für Männer im alltäglichen Leben toleriert werden sollten. Frauen tragen ja auch männerkleidung zb. Hosen oder Hemden und Schuhe usw. okay kann nur sagen Männer habt mit wenn das eure Veranlagung ist , schämt euch nicht es gibt schlimmere Probleme auf der Welt als sich darüber aufzuregen.

    Transvestit Michaela,

  6. Hallo Marianne,

    das Thema kenne ich durch einige Paare, die ich mit den Jahren erlebt habe, recht gut. Heimlichkeiten, Versteckspiel, Scham, irgendwann fliegt es doch auf, und was dann? Außer dem Ratschlag, viel und offen miteinander zu reden und die Situation beider gegenseitig zu verstehen, werde ich nichts weiter dazu sagen. Ich möchte eine unangemessene Positionsnahme und Einmischung vermeiden.

    Hier ist ein Text zum Thema verlinkt, der Ihnen vielleicht etwas Informationen bringen kann.

    [Link wurde entfernt]

    Vielleicht hilft Ihnen das ja weiter.

    Grüße – Sybille

  7. Hallo Marianne,

    auch ich verstehe die Situation in der Du Dich befindest sehr gut. Ich bin mittlerweile fast 60, seit über
    30 Jahren verheiratet und trage immer wieder mal Frauenkleidung.
    Dieses Faible danach habe ich, wie wohl viele meiner “Leidensgenossen”, seit meiner Kindheit. Die ersten Berührungspunkte waren damals die Unterwäsche (Strumpfhosen, Unterkleider) meiner Mutter, die ich heimlich nachts trug. Später ging ich auch an ihre Röcke und Schuhe. Es war jedes mal ein “irgendwie tolles Gefühl” die Stoffe auf mir zu spüren. Als ich einmal von meiner Mutter erwischt wurde, hatte ich ein schlechtes Gewissen und unterdrückte dieses Verlangen. Dies gelang jedoch nicht lange und mit Unterbrechungen gab ich dem Verlangen immer wieder nach. Sobald ich dann mobil war und mein erstes Geld verdiente, kaufte ich mir immer wieder Kleidung und trug sie zum Teil auch Nachts in der Öffentlichkeit. Es war jedoch selten ein sexuelles Bedürfnis, viel mehr das Feeling der Materialien auf der Haut bzw. dem Körper. Mit meiner Heirat sagte ich mir, dass das alles nicht richtig ist, was ich tue und stellte alles ein. Ich bildete mich weiter, unser Haus wurde gebaut und wir wurden Eltern. Irgendwann jedoch gab es wieder einen Auslöser und ich gab mich dem Verlangen wieder, allerdings heimlich, hin.
    Zu wissen, dass es falsch ist, was ich mache und die Angst entdeckt zu werden, machten die Sache nicht leicht. Eines Tages fand meine Frau den Karton mit den Frauenkleidern. Sie war sichtlich enttäuscht und verärgert. Ich wollte ihr alles erklären, sie lehnte jedoch ab (“da musst du selbst mit klar kommen, ich kann dir nicht helfen”). Sie hat dann alles vernichtet und das Thema wird seither tot geschwiegen. Nach einer sehr langen Phase ohne diesen Drang zu Frauenkleidung habe ich jedoch wieder begonnen, allerdings noch vorsichtiger als zuvor, mich hier und da als Frau zu kleiden.
    Ich weiss mittlerweile, auch aus Berichten anderer Foren, dass sich dieses Verlangen auch nicht dauerhaft verlieren wird. Mein Ziel ist es zu versuchen mit meiner Frau, die ich nach wie vor liebe, das Gespräch auf dieses Thema zu bringen. Es wird sicher schwer, aber ich muss es einfach versuchen, denn ich leide unter dieser Situation.
    Soweit meine Gedanken zu deinem Thema. Vielleicht findest Du mit Deinem Mann eine Möglichkeit aus der für beide Seiten beklemmenden Situation.

  8. Halllo Thomas,
    in vielem was Du schreibst, finde ich mich wieder. Ich hatte hier schon vor einigen Monaten (Juni 2020), etwas ausführlicher zu dem Thema geschrieben.
    Ich danke Dir für Deinen Kommentar, denn das zeigt mir, dass ich mit dem, wie ich das ganze erlebe, nicht allein bin.
    Viele Grüße
    Marabella

  9. Ich bin immer wieder irritiert, dass Transvestiten oft von “Transenclubs” sprechen. Transe wird häufig als abwertende Bezeichnung für transidente Frauen verwendet.
    Alle transidenten Frauen, die ich kenne lehnen diese Bezeichnung ab.
    Identifizieren sich viele Transvestiten selber als “Transe” oder ist dies gar eine abwertende Bezeichnung zur Abgrenzung von transidenten?

    Sylvia schreibt “Dein Mann ist keine Transsexuelle Dame sozusagen.” – das würde ich so nicht unterschreiben. Wie Max sagt – das kann nur ihr Mann bzw. Deborah wissen.

    Er/sie könnte auch eine transidente Frau sein, die sich nicht traut sich zu outen. Dies kann für die Betroffene eine extrem belastende Situation sein. Nicht ohne Grund gibt es in dieser Bevölkerungsgruppe eine sehr hohe Selbstmordrate.
    Ich kann euch nur um eurer beider Glück raten zu reden.

    Und… Sch… drauf was die Nachbarn sagen! Es geht um euch!

    Lg, Hannah (transidente Frau, die sich während ihrer Ehe geoutet hat und weiterhin glücklich mit ihrer Frau zusammen lebt)

    1. Hallo Hannah,
      da ja mit den “Transenclubs” offensichtlich ich gemeint bin, möchte ich das hier ein bisschen verifizieren:
      Ich bin ein Crossdresser/Transvestit/Fetischist. Ich weiß es selber bis heute nicht so genau, in welche Kategorie ich mich eigentlich einsortieren soll. Eines ist aber sicher: Ich bin ein Mann und will auch immer ein Mann sein und bleiben. Das ich mich ab und zu in eine “Frau” verwandele liegt wohl bei mir an dem Hintgergrund, dass ich mir, in dem ich mich verwandele, meine “eigene Frau” erschaffe. War es bei mir Jahrelang ein Ersatz für die “fehlende, echt Frau” so ist es mittlerweile für mich wohl schon sowas wie ein “Fetisch”. So gesehen könnte man mich eigentlich als einen Fetischisten bezeichnen. Vereinfacht gesagt erotisiert mich das Tragen von bestimmter weiblicher Kleidung, bei mir sind das speziell Abend-, Ball- und vor allem Brautkleider! Grundsätzlich sei aber gesagt, dass bei mir wegen des erotischen Gefühls, beim Tragen solcher Kleider, nicht immer gleich eine Erektion einher gehen muss. Gerade, wenn ich einen Transenclub besuche oder überhaupt so rausgehe, bleibt sowas immer aus! Zum Begriff “Transenclub” sei gesagt, dass ich diesen verwende, weil ich es eben nicht so genau einordnen kann. Ich bin aber für andere Bezeichnungen immer offen.
      Liebe Grüße
      Marabella

  10. Der Thread ist zwar schon alt und es ist auch nicht sicher ob Marianne hier überhaupt noch reinschaut bzw. ob die Beziehung bisher gehalten hat.

    Grade den Partnerinnen, die damit plötzlich konfrontiert werden, möchte ich raten sich eine Gruppe zu suchen in der sie sich austauschen können. Marianne schrieb, das ihr Mann am Wochenende gelegentlich nach Hamburg fuhr. In Hamburg gibt es die Gruppe mit der Webseite [Link entfernt]
    Dies ist einer Gruppe vieler betroffener Paare. Männer die gern Damenkleidung tragen und Ihre Ehefrauen treffen sich (wenn grad nicht Corona ist) 1x im Monat zum lockeren Beisammensein. Zunächst in einer geschützten Umgebung, im Kiss Altona. Anschließend geht man gemeinsam Essen in einem bürgerlichen Restaurant.
    Das besondere dieser Gruppe ist, dass hier nicht ausschließlich Crossdresser sitzen sondern immer auch viele Ehefrauen mit dabei sind. So mancher Frau die annahm, die Welt bricht nun zusammen, konnte durch den Austausch mit anderen Ehefrauen geholfen werden. Sicher ist es für Sie etwas ganz neues. etwas das plötzlich auf sie einbricht. Es ist jedoch meist nie so, dass er plötzlich Damenkleidung tragen möchte. Er trägt diesen Wunsch sicher schon ganz lange in sich, bzw. tut es bereits seit Jahren heimlich.
    Empfehlen kann ich auch das Crossdresserforum. In diesem Forum sind alle willkommen und es nehmen auch viele betroffene Ehefrauen teil.

  11. Selbst schuld. Er hat diese Neigung doch nicht erst seit zwei Wochen und wenn du die ganze Zeit nichts davon mitgekriegt hast (was ich kaum glauben mag): so what? Ist er etwa auf einmal kein vollwertiger Mann mehr? Du solltest ihm lieber eine Stütze sein.

    1. Hallo Olli!
      Ich weiß zwar jetzt nicht genau, wem Du mit Deinem Post hier antwortest aber möchte folgendes Anmerken: Leider ist es tatsächlich so, dass für viele (nicht nur Frauen), ein Mann der gerne mal Frauenkleider trägt kein “richtiger Mann” mehr ist! Ich habe das am eigenen Leib von meiner Frau zu spüren bekommen! Der große Witz dabei ist, dass das ja umgekehrt überhaupt nicht zutrifft. Frauen können Männerkleidung tragen ohne das auch nur irgendjemand ein Problem damit hat. Die Frage ist überhaupt: gibt es eigentlich noch reine “Männerkleidung”?
      Für mich ist das auch ein Zeichen der “Abwertung” des weiblichen Geschlechts, denn warum ist es denn für viele “lächerlich” wenn Männer Frauenkleidung tragen? Etwa, weil es “lächerlich” ist überhaupt eine Frau zu sein? Mir scheint, das darüber überhaupt noch niemand nachgedacht hat. Das sollte eigentlich in der Frauenbewegung ein Riesenthema sein, wird aber von niemandem auch nur mit einem Wort erwähnt!
      Alles sehr seltsam in dieser Gesellschaft!
      Liebe Grüße
      Marabella (Ein Mann der es liebt, ab und zu mal schöne Frauenkleider zu tragen! Nicht mehr und nicht weniger!)

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