Prostitution, Sexualität

Soll ich für Sex in Puff gehen?

Carsten hatte seit Jahren keinen Sex. Jetzt überlegt er, Sex im Puff zu haben. Aber er befürchtet, damit bei sich neue Sehnsüchte zu wecken und fragt: Soll ich für Sex in Puff gehen?

Urlaub in einer fremden Stadt - perfekt für Sex im Puff.
Rotlichtmillieu in Amsterdam.

Hallo Max.

Mit großem Interesse lese ich deine Ratschläge zu gewissen Problemschilderungen und Fragen. Heute melde ich mich einmal selbst da ich nun betroffen bin und ich Deine Hilfe brauche.

Ich bin derzeit bedingt durch eine Fortbildung in einer Großstadt. Sonst lebe ich in einer kleineren Stadt und arbeite recht intensiv. Dadurch bin ich auch alleinstehend und habe auch nur wenig Zeit für soziale Kontakte außerhalb meines Arbeitsbereiches.

Empfehlung:
Verliebt in eine Prostituierte!


Durch die Fortbildung habe ich nun vergleichsweise ein bisschen mehr Freizeit als sonst am Tag. Es gibt gewisse Freiräume um zum Beispiel mal in ein Lokal zu gehen und dort in Ruhe zu essen anstatt es immer nur schnell schnell hinunterzuschlingen, kurz man kann es sich leisten auch mal einen Gang zurückzuschalten und den Tag ein bisschen genießen.

Plötzlich ist Zeit – und es kommt die Frage auf: Soll ich für Sex in Puff gehen?


Die Freizeit will ja aber auch irgendwie verbraten werden und so habe ich mich unter anderem auch über Angebote zu Discotheken und Nachtclubs informiert. Normal bin ich kein Discogänger, aber in der Not frisst der Teufel ja bekanntlich Fliegen.

Während meiner Recherchen stieß ich dann aber auch auf ein Ambiente, das ich so noch nie wirklich beachtet hatte. Aber ich bin schon seit mehreren Jahren ohne Beziehung – auch mein letzter Sex, überhaupt meine letzte Erfahrung von Zärtlichkeit und Nähe ist schon ein paar Jahre her.

Sex im Puff kann ein Ersatz für echte Nähe sein.
Nur weil man jahrelang auf Zärtlichkeit verzichtet heißt das nicht, dass man sich nicht danach sehnt.


Eine Beziehung könnte ich durch meinen Beruf wenn überhaupt nur schwer führen. Zumal ich das keiner Frau zumuten möchte und auch selbst für eine feste Bindung wohl gar keinen Nerv hätte. Ich muss auch gestehen, dass ich vor der Fortbildung die Gedanken an körperliche Nähe und Wärme wenn sie sich mal einstellten weggeschoben habe. Doch jetzt wo ich über diese Seite gestolpert bin merke ich doch schon, dass es mir sehr fehlt.

Empfehlung:
Erstes Mal im Puff – und gleich sind Gefühle da.


Das ist jetzt gut eine Woche her und ich habe natürlich schon ein paar Vor- und Nachteile in Erwägung gezogen. Von den Fotos auf der Webseite her macht alles einen gepflegten Eindruck. Ein weiterer Grund mich dort mal blicken zu lassen wäre, dass ich wie gesagt kein Discogänger bin und auch niemand bin der eine Frau einfach mal so mit nach Hause nimmt. Am Ende entstehen doch irgendwelche Gefühle bei einem von beidem. Und das wäre bei einer Prostituierten eben nicht der Fall da es für sie Geschäft ist und ich das (hoffe ich) ebenso trennen kann.

Für Sex in Puff – aber wie geht es weiter?


Auf der anderen Seite plagt mich nun die Frage, ob die Frau die ich dann dort aufsuchen würde das auch gern macht und wie es dann weitergeht. Ich weiß ja nicht ob ich mich dann noch mehr danach sehe. Am Geld würde es nicht scheitern. Wenn es danach ginge könnte ich sie bestimmt ab und an aufsuchen – aber das viel zu kleine Zeitfenster würde mir wohl einen Strich durch die Rechnung machen.

Zudem ist Sex für mich immer etwas gewesen, das ich nur nach längerem Kennen und meist auch in einer Beziehung ausgelebt habe. Das heißt: Einfach mal eine Frau mitnehmen die man am Abend kennengelernt hat war wie oben schon gesagt nie so mein Ding.

Die Entscheidung: Für Sex in Puff – oder nicht?


Ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Die (zugegeben nicht mehr viel vorhandene) Zeit die ich noch in dieser Großstadt bin vorbeiziehen lassen und dem Drang widerstehen. Oder es einfach mal ausprobieren und dem Verlangen nachgeben?

Ich hoffe du kannst mir einen Rat geben und bedanke mich dafür schonmal im Voraus.

Liebe Grüße, Carsten

Lieber Carsten,

vielen lieben Dank für Deine Mail!

Prinzipiell finde ich es vollkommen legitim, die Dienste einer Prostituierten in Anspruch zu nehmen. Und gerade in Deiner Situation kann ich diesen Wunsch gut verstehen; denn besonders Menschen, die beruflich sehr eingespannt sind fällt es heutzutage oft schwer, den richtigen Partner zu finden. Um aber trotzdem nicht auf Nähe verzichten zu müssen, sind die Dienste von Prostituierten natürlich eine willkommene Lösung.

Eine Gefahr: Zwangsprostituition im Bordell.


Jedoch gibt es – wie von dir schon angesprochen – natürlich die Möglichkeit, dass die Prostituierte, zu der Du gehst, ihren Job nicht gerne macht. Oder dass sie sogar eine Zwangsprostitutierte ist. Ob die Frau, auf die Du dort triffst ihrem Beruf gerne bzw. freiwillig nachgeht, kann ich leider nicht vorhersehen.

Beim Sex im Puff muss klar sein, dass es sich nicht um eine Zwangsprostituierte handelt.
Zwangsprostituition ist weit verbreitet, aber man kann und muss sich als Freier dagegen schützen.


Ich denke aber, dass Du das dann in der jeweiligen Situation nach gesundem Menschenverstand beurteilen musst – auch wenn das schwierig ist. Hier findest Du eine Checkliste, die Dir dabei helfen kann zu erkennen, ob es sich um eine Zwangsprostituierte handelt.

Große Gefühle im Bordell? Möglich, aber eher unwahrscheinlich.


Was das Thema Gefühle angeht: Im Kontakt mit Prostitution wird ganz klar zwischen Sex und Gefühlen unterschieden. Viele Prostituierte haben verschiedene Kunden am Tag, da geht es eher um eine Dienstleistung als um die großen Gefühle. Das Motto lautet: Sex gegen Geld. Deshalb musst Du Dir auch bewusst darüber sein, dass Du Teil einer Show sein wirst. Es geht darum, dass Du Dich für ein, zwei Stunden wohl fühlst. Was nach dem Sex im Puff kommt, sollte sowohl der Prostituierten wie auch dem Kunden egal sein.

Empfehlung:
Die Pornosucht bestimmt mein Leben – was soll ich tun?


Prinzipiell wirkst Du auf mich so, als ob Du sehr bewusst an Dein möglicherweise erstes Mal im Puff mit all seinen Vor- und Nachteilen herangehst. Und mit solch einem Bewusstsein bist du eigentlich schon ganz gut gegen mögliche Extremsituationen gewappnet – wie zum Beispiel, dass Du Dich in die Falsche verliebst. Denn es ist tatsächlich schwer, sich zu verlieben, wenn man sich die ganze Zeit im Kopf sagt „Verlieb dich bloß nicht“. Das heißt aber nicht, dass es nicht passiert – hier findest Du den Beitrag von Gerry, der sich in eine Prostituierte verliebt hat.

Aber: Warum eigentlich keine richtige Beziehung?


Andererseits spielst du ja schon die Möglichkeit durch, wie es wäre, wenn aus der Verbindung mit einer der Damen etwas „Regelmäßiges“ wird. Und hier musst du vorsichtig sein. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Du Deine nächste Freundin beim Sex im Puff kennenlernst ist eher gering. Allerdings möchte ich hier noch einmal kurz einhaken – denn ich habe das Gefühl, dass das Thema Beziehung bzw. die Sehnsucht danach für Dich noch nicht ganz abgehakt ist…

Empfehlung:
Hilfe – ich kann keine Nähe zulassen!


Ich denke, dass Du einer Frau auch bei einem stressigen Beruf eine Beziehung zumuten kannst. Es gibt genug Beispiele von Beziehungen, wo das funktioniert. Mein Rat für die Zeit nach der Fortbildung: Melde Dich bei einem Datingportal (Tinder, Parship, ect.) an und beginne langsam, mal wieder etwas mehr Kontakt zu Frauen aufzubauen – online flirten, mal auf einen Kaffee treffen, etc. Es muss ja nicht gleich die große Liebe sein, aber es wäre ein Anfang.

Fazit: Es scheint erstmal nichts gegen Sex im Puff zu sprechen.


Ich finde nichts Falsches daran, den Dienst einer Prostituierten einmal auszuprobieren – mit den genannten Risiken und Kriterien eines Besuches im Hinterkopf. Du solltest Dir nur sehr genau darüber bewusst sein, was du dort wirklich suchst.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen!

Viele Grüße,

Dein Max

Tagged , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.